Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Post auf dem Yourdietangel Blog. Seit den Anfängen meiner Bloggerzeit habe ich eine Menge dazu gelernt. Die alten Inhalte entsprechen nicht mehr zwangsläufig meiner aktuellen Meinung. Enthaltene Links sind Affiliate Links. Mehr dazu unter Werbung & Kooperationen. Das Alter des Artikels (2014) kann dazu führen, dass vorgestellte Produkte oder Websites nicht mehr erreichbar sind.

Weniger ein Abnehmtrend und mehr ein Gesundheitstrend ist OPC oder Traubenkernextrakt – einige von Euch haben meine Meinung zu diesem Nahrungsergänzungsmittel erfragt und die werde ich Euch heute endlich auch im Blog liefern, da immer wieder Fragen dazu eintrudeln. Vielleicht sind ja einige unter Euch da draußen, die sich auch fragen: sollte ich auch OPC einnehmen?

OPC ist das Traubenkernextrakt und neben Resveratrol, Quercitin und Pycnogenol eines der Supernahrungsmittel, die aus Trauben gewonnen und mit vielen großen Versprechen Rund um Gesundheit und Figur beworben werden.

Was verspricht die Werbung bzgl. OPC?

OPC ist ein starkes Antioxidationsmittel, welches das Herz vor Schäden schützen soll, Entzündungen reduziert, die Wundheilung fördert und noch jede Menge andere wunderbare Wirkungen verspricht. OPC soll Cholesterin senken, Triglyceride senken, Blutdruck senken, Herzrate senken – und wird sogar damit beworben, den Appetit zu senken und so beim Abnehmen ideal zu helfen.

Wo bekomme ich OPC?

Das Produkt in Kapseln abgefüllt gibt es HIER in zahlreicher Auswahl und je nach Dosierung und Hersteller zu unterschiedlichen Preisen ab 15 Euro. Ich würde es jedoch HIER kaufen, dort gibt es 100% reines Traubenkernextrakt als Pulver ab 9 Euro (für 100g), Du sparst unglaublich viel Geld und erhältst ein absolut reines Produkt ohne Füllstoffe und Gedöns, dass Du einfach dosieren kannst. Da Du nur 200-600 mg am Tag brauchst, kommst Du sehr lange mit den 100g hin. Guck beim Kauf genau auf der Website des Anbieters, fast täglich hat er dort irgendwelche Sparaktionen.

Was sagen die Studien über OPC?

Sehr interessant zu sehen ist die Auswertung der Studien auf examine.com – denn in der sogenannten “Human Effect Matrix” – dem interessantesten Teil – ist sofort zu erkennen, dass OPC zwar in vielen Studien erforscht wurde, davon jedoch nur wenige überhaupt ernst zu nehmen sind (placebokontrolliert, doppelblind, unabhängig). Hochwertige Studienergebnisse sind nicht verfügbar. Das erspart eine Menge Arbeit, selbst durch die Wissenschaftsnetzwerke zu wurschteln und die Studien alle zu prüfen. In den vorhandenen Studien zeigte sich ein geringer und wenig zuverlässiger Einfluss auf Cholesterin, Triglyceride, Blutdruck und Ruhepuls, auch die Appetitthese lässt sich mit einer “C” Studie (weniger aussagekräftig) als These anführen, auch die Senkung des CRP Werts (ein Entzündungsmarker im Blut) konnte in einer “C” Studie erreicht werden, eine geringere Oxidationsrate wurde nach der Einnahme von OPC in einer “C”-Studie auch beobachtet. Überall gilt, egal ob B, C oder D Ergebnissen in der Human Effect Matrix: die Wirkungen waren gering. Bis zu 600 mg täglich wurden erforscht, Nebenwirkungen sind in dieser Dosierung nicht beobachtet worden. An Ratten wurde die maximale Dosis ohne Nebenwirkungen ermittelt, die auf den Menschen übertragen um 1500 mg/kg Körpergewicht wäre. Am Menschen wurde keine Studie in Bezug auf maximal verträgliche Dosis gemacht, wie wir aus anderen Studien wissen, sind Ergebnisse aus dem Reagenzglas oder an Tieren nicht immer vergleichbar mit der Wirkung bei Menschen, was schon häufiger zu großer Enttäuschung bei hoffenden Wissenschaftlern und “Betroffenen” geführt hat (z.B. Leptin spritzen zum Abnehmen…)

Einige Wirkungen von OPC sind in vitro (im Reagenzglas) und in Tierversuchen durchaus interessant, allerdings fehlen entsprechende Studien an Menschen, die 1. eine generelle Wirksamkeit am Menschen für die interessanten Wirkungen erforschen und 2. eine realistische Dosisempfehlung für den Menschen austesten. Lies dazu einfach unter dem Human Effect Matrix zu OPC weiter – tatsächlich lässt sich dort lesen, dass es wirksam sein könnte als Hormonregulator, das Herzkreislauf Risiko bei Diabetikern senkt, hormonabhängige Tumore im Wachstum behindern kann, es könnte die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse schützen, es könnte die Aufnahme von Kohlenhydraten behindern, bis zu einem Gewissen Grad Insulin “imitieren” – und noch eine Menge mehr.

Fazit zu OPC

Die Beweislage für eine solche Wirkung am Menschen ist jedoch dünn bis nicht gegeben – die Einnahme von OPC ist also wissenschaftlich zur Zeit nicht felsenfest zu untermauern. Die insgesamt geringen Wirkungen auf Blutfette und Co. lassen andere Interventionen wie vernünftige Ernährung, Sport, reichlich Gemüse, viel Wasser trinken, Verzicht auf Omega 6 reiche Öle/Industrieprodukte wesentlich effektiver erscheinen. Es wurden in oben genannter Dosierung keine Nebenwirkungen beobachtet und somit ist die Einnahme als sicher zu betrachten, wenn ein reines OPC Produkt gekauft wird. Es schadet sicher nicht, es selbst auszuprobieren, wenn die Hoffnung daran hängt, es könnte eine Ernährungs- und Lebensumstellung für ein gesünderes Leben unterstützen, es ist durchaus möglich, dass es hilfreich ist. Genauso ist es möglich, dass es nicht wirklich etwas bringt – deshalb ist die Grundlage wichtig, auf der OPC eingenommen wird. Wenn Du in Deinem Kohlenhydrat-Haushalt Platz dafür hast, empfinde ich den regelmäßigen Verzehr von roten Weintrauben logischer, auch der Genuss von etwas Rotwein hin und wieder erscheint gut für die Gesundheit und Seele. So kämst Du an OPC in seiner natürlichen Form – gerade die schlechte Bioverfügbarkeit des Traubenkernextrakts aus Nahrungsergänzungsmitteln kann Dir so am Arsch vorbei gehen, weil Du ein leckeres, stinknormales Lebensmittel zu Dir nimmst, was Dich im zweifelsfall nicht gesünder macht aber zumindest genussvoller Teil Deiner Ernährung sein kann.

Nehme ich OPC?

Nein. Ich habe es nicht genommen und ich plane auch nicht, es in Zukunft einzunehmen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse überzeugen mich nicht, auch der Ruf durch Hörensagen im Internet ist keineswegs supergut sondern zu großen Teilen von Ernüchterung durchzogen (abgesehen von gesponsorten Reviews auf Händlerseiten). Mein Mann hat(te) Probleme mit seinem Cholesterin, ich habe dort auch kein OPC eingesetzt und mit anderen Mitteln eine Senkung seines Cholesterins herbei geführt, die stärker war als mit Statinen erreichbar (such im Blog “Cholesterin” ). Aus meiner Sicht klingt die Werbung für dieses Produkt interessanter als die Realität momentan zeigt. Ich will Dich nicht davon abhalten, es für Dich selbst auszuprobieren. Vielleicht tut es Dir ja gut, es gibt im Netz auch einige sehr begeisgerte Berichte von Anwendern – ich sage nur, ich habe es nicht probiert weil es mir nicht attraktiv erscheint. Auch innerhalb der beschriebenen Wirkungsweise an Ratten ergeben sich einige Anhaltspunkte für mich, dass das Mittel für mich u.U. kontraproduktiv sein könnte in einer pharmakologischen Dosierung und vollkommen nichtsnutzig mit den 600mg. Deshalb ist es ein No No für meine Wenigkeit.

Käse Schinken Proteinbagels zum Vatertag

Proteinbagels mit Käse und Schinken sind eine herzhafte Variante des Eiweißbagels und eignen sich hervorragend zum Grillen. Meinem Mann hat dieses Rezept so gut geschmeckt, dass ich es nicht schaffte, ordentliche Blogfotos zu schießen. Die Dinger waren alle, bevor ich mit den Dekoblumen vom Blumenladen zurück war. Das spricht ja dafür, wie lecker diese Eiweißbrötchen sind und deshalb habe ich sie für den Vatertag als Rezeptvorschlag geplant.

Protein Donut Lowcarb – Haselnuss Schokoladen Donut Rezept

Protein Donut Rezept ohne Kohlenhydrate mit gutem Fett aus Haselnüssen oder Mandeln und 10 Gramm Eiweiß pro Portion. Gesunde Donuts genießen ohne Reue ist mit diesem Rezept für Proteindonuts möglich. Natürlich ist es Lowcarb und enthält einen moderaten Fettanteil, der hauptsächlich aus Eigelb und Haselnuss stammt.