Inhalt dieses Artikels

Im nachfolgenden Text findet sich ein Interview mit dem Adipositas-Anwalt Tim C. Werner. Der Beitrag dient Informationszwecken und ist ein redaktioneller Beitrag. Werbelinks sind mit ** gekennzeichnet.

Fragen an Adipositas-Anwalt Tim C. Werner

“Wie beantrage ich eine Wiederherstellungsoperation nach extremer Gewichtsabnahme? Ist es möglich, ohne Kostenzusage einfach mit einem Einweisungsschein zum Chirurgen zu gehen?”

Eure Fragen an mich habe ich bereits im letzten Juli an den bekannten Adipositas-Anwalt Tim C. Werner geschickt und er hat auch super schnell geantwortet. Eine kleine Entschuldigung vorab: Meine eigenen OPs haben mich immer wieder zu sehr »involviert«, endlich das Interview für euch aufzubereiten. Die Verspätung geht vollständig auf meine Kappe 🙂

Heute ist es endlich soweit. Herrn Werners Interview erscheint im Rahmen der Dokumentation über meine Bruststraffung und ihr könnt lesen, was Tim C. Werner als Experte auf dem Gebiet WHO Anträge zu sagen hat. Für eine bessere Übersicht habe ich euch die einzelnen Fragen an den erfahrenen Anwalt Tim C. Werner in Klickboxen gepackt.

Vergesst nicht, individuelle Fragen zu eurem persönlichen Fall an Herrn Werner direkt zu schicken (Kontaktseite Anwalt Tim C. Werner). Wie immer ersetzt mein Blog weder den Besuch im Adipositaszentrum, noch den beim plastischen Chirurgen, der Ernährungsmedizin oder eben wie heute: beim Fachanwalt für Adipositas.

anne haut shooting 56

Ich und meine Hautüberschüsse im März 2019 vor meiner ersten Straffungsoperation

 

Eröffnungsfrage

Herr Werner, im Spannungsfeld zwischen der realen Praxis in den Krankenhäusern/bei den Ärzten, der Abrechnung der Kasse und der eigentlichen Rechtslage gibt es eine Menge Themen, die meine Leser interessant finden könnten. Sie als Experte auf dem Gebiet als Adipositas-Anwalt könnten da vielleicht Licht ins Dunkle bringen?

Sehr gerne bringe ich Licht ins Dunkel. Ich gehe sogar noch weiter: Glauben sie nichts, was sie zu den rechtlichen Aspekten der Adipositaschirurgie (und der postbariatrischen Wiederherstellungschirurgie) hören und lesen, außer Sie haben es von mir. Über 90% der Informationen, die kursieren, sind falsch. Über 90% der Empfehlungen und Tipps an Betroffene sind nicht nur nicht hilfreich, sondern schaden den Interessen der Patientinnen sogar.

Zum Thema WHO lesen Sie bitte mal mein Kapitel in dem Buch „Wiederherstellungsoperationen nach starker Gewichtsabnahme“ ** (Seite 127 bis 138, herausgegeben von Zaher Jandali, Klaus Müller und Lucian Jiga, Springer Verlag, 2018) Auf Amazon ansehen**.

Da steht eigentlich alles drin, was Patientinnen wissen müssen.

 

Wie sollte der Antrag auf eine WHO formuliert werden?

Gibt es Tipps, wie ein Antrag so formuliert wird, dass er wahrscheinlicher eine Zusage bekommt?

Ja, es gibt hunderte Tipps, die ich geben könnte. Der wichtigtste ist: Der Antrag sollte aus nur einem Satz bestehen plus eine Anlage (Attest vom plastischen Chirurgen mit Kassenzulassung, ggf. inkl. Fotodokumentation).

Verschicken mit Einschreiben/Rückschein. Nicht persönlich abgeben. Danach bis auf weiteres jede Korrespondenz mit der Krankenkasse einstellen. Niemals mit der Krankenkasse telefonieren. Fristen des Patientenrechtegesetzes überwachen. Genehmigungsfiktion!

Welche Fristen muss ich kennen?

Wie sehen diese Fristen aus?

Im Einzelnen regelt § 13 Absatz 3a SGB V, dass Krankenkassen über Leistungsanträge ihrer Versicherten innerhalb von drei Wochen (ohne Hinzuziehung des MDK) bzw. fünf Wochen (bei Hinzuziehung des MDK) entscheiden müssen. Den Kassen wird in § 13 Absatz 3a Satz 5 SGB V zusätzlich aufgegeben, die Versicherten unter Nennung eines hinreichendes Grundes rechtzeitig und schriftlich zu informieren, wenn es nicht möglich ist, die in § 13 Absatz 3a Satz 1 SGB V normierten Fristen einzuhalten. Zusätzlich muss im Rahmen einer solchen Mitteilung die zu erwartende Bearbeitungsverzögerung taggenau angegeben werden.

Läuft die Frist ab und erfolgt keine Mitteilung eines hinreichenden Grundes, so gilt die Leistung automatisch als genehmigt. Mit dem Eintritt der sog. „Genehmigungsfiktion“ ist das Antragsverfahren beendet, die Antragstellerin wird vorbehaltlose Inhaberin des Anspruches auf die Leistung (sog. “Sachleistungsanspruch”).

Nach dem Eintritt der Genehmigungsfiktion ist die Krankenkasse mit allen Einwendungen, insb. dem Einwand fehlender medizinischer Notwendigkeit, ausgeschlossen. Die medizinische Notwendigkeit der beantragten Operation wird fingiert. Hierin liegt der Sanktionscharakter der Norm. Nach dem Eintritt der Genehmigungsfiktion kann sich die Versicherte die per Genehmigungsfiktion genehmigte Leistung selbst beschaffen, also einkaufen. Die Krankenkasse ist dann zur Erstattung der verauslagten Kosten verpflichtet (§ 13 Absatz 3a Satz 7 SGB V, sog. “Erstattungsanspruch”). Wird eine Erstattung verauslagter Kosten nicht begehrt, was bei )postbariatrischen) Wiederherstellungsoperationen wegen der hohen Kosten die Regel ist, so kann die Versicherte von ihrer Krankenkasse die Gewährung der Leistung als Sachleistung verlangen. Weigert sich die Krankenkasse, so kann sofort Klage auf Gewährung der Leistung erhoben werden (sog. „echte Leistungsklage“ nach § 54 Absatz 5 SGG).

 

Wie handele ich bei einer Ablehnung meines Antrags?

Was sollte man bei einer Ablehnung tun?

Bei einer Ablehnung sind Widerspruch und Klage möglich.

 

Straffungsoperation ohne Antrag?

In Ihrem Merkblatt  erklären Sie, dass auch ohne einen Antrag und Kostenzusage eine Wiederherstellungsoperation durchgeführt werden kann, wenn ein Einweisungsschein vorliegt. Wie überzeugt man einen Arzt, ohne Antrag zu operieren?

Da gibt es leider keinen Königsweg. Ich habe zehn Jahre gebraucht, die Krankenhäuser davon zu überzeugen, Magenoperationen ohne Kostenzusage durchzuführen.

 

Gibt es für eine OP ohne Antrag/Kostenzusage Indikationen, z.B. Schwere des Falls?

Gibt es für eine OP ohne Antrag/Kostenzusage Indikationen, z.B. Schwere des Falls?

Die Entscheidung zur WHO fällt der Chirurg bzw. das behandelnde Krankenhaus. Niemand sonst. Er stellt die Indikation.

Einer Zustimmung durch die Krankenkasse bedarf es nicht, da das deutsche Recht eine Vorab-Genehmigungspflicht bei stationärer Krankenhausbehandlung nicht kennt. Einer Befassung des MDK mit dem Fall bedarf es vor der OP ebenfalls nicht, eine (Abrechnungs-)Prüfung erfolgt, wenn überhaupt, nach der OP.

 

Wie entscheidet das Gericht, ob ein Patient die OPs verdient oder nicht?

Wie entscheidet das Gericht, ob ein Patient die OPs verdient oder nicht?

Wird die Entscheidung zur OP im Nachhinein gerichtlich überprüft (Klage des Krankenhauses gegen die Krankenkasse), so wird meist ein unabhängiges Sachverständigengutachten eingeholt. Aber damit hat die Patientin nichts zu tun.

Wird die Entscheidung zur OP vorher überprüft (Klage der Patietnin gegen die Krankenkasse), so wird meist ein unabhängiges Sachverständigengutachten eingeholt. Zusätzlich werden die behandelnden Ärzte befragt.

Wenn eine Genehmigungsfiktion eingetreten ist, dann werden medizinische Fragen im Gerichtsverfahren überhaupt nicht thematisiert.

 

Vorgehen bei WHO ohne Kostenzusage

Wie gehen wir vor, wenn wir ohne Kostenzusage eine WHO durchführen lassen wollen?

Die Patientin soll zu einem niedergelassenen Arzt gehen (Hausarzt, Hautarzt, Gynäkologe, Internist etc.) und sich die Hautstraffung verordnen lassen. Das Dokument nennt man „vertragsärztliche Verordnung von Krankenhausbehandlung“ (im Volksmund: „Einweisungsschein“). Damit zum plastischen Chirurgen gehen und um Vergabe eines OP-Termins bitten.

 

Muss der Chirurg ohne Kostenzusage operieren?

Kann der Chirurg eine Behandlung ablehnen, wenn er die vom niedergelassenen Arzt erstellte Indikation nicht sieht? Gerade bei den Hautüberschüssen unterscheiden sich die Befunde extrem. Einige von uns haben starke Entzündungen und Wunden in der Haut, die sich konservativ nicht dauerhaft behandeln lassen – sehr viele in unserer Community haben neben der abweichenden Optik keine Beschwerden. Wie wahrscheinlich ist es, dass ein »beschwerdefreier« Patient vom Chirurgen dann ohne Antrag operiert wird?

Kein Chirurg muss operieren, insbesondere dann nicht, wenn er selbst keine medizinische Notwendigkeit sieht. Wenn der Chirurg die medizinische Indikation aber selbst bestätigt hat, etwa durch ein Attest bzw. Kurzgutachten, dann sollte er, wenn ein Einweisungsschein vorliegt, auch operieren.

 

WHO ohne Kostenzusage überhaupt empfehlenswert?

Empfehlen Sie die »antragsfreie« Vorgehensweise grundsätzlich im ersten Schritt? Einige in unserer Gruppe haben das so verstanden, das geht aber aus den Merkblättern ja überhaupt nicht hervor, da entnehme ich ja nur die Rechtslage – aus der sich für Krankenhäuser und Ärzte doch keine Pflicht ergibt, ohne Antrag loszulegen?

Das deutsche Recht kennt keine Vorab-Genehmigungspflicht bei stationärer Krankenhausbehandlung.

Das Gesetz sieht es nicht vor, dass ein Arzt, der selbst die Indikation gestellt hat und die Patientin auch operieren möchte trotz Vorlage eines Einweisungsscheins nicht operiert. Das ist zwar nicht verboten, hat aber, wie ich finde, ein „Geschmäckle“. Und natürlich muss der Arzt haften, wenn sich der Gesundheitszustand der Patientin nach der Weigerung zu operieren verschlechtert.

Wenn sie sich vor Augen halten möchten, wie das alles abläuft, dann stellen Sie sich eine Blinddarm-Operation (sog. „Appendektomie“) vor. Dann ersetzen Sie das Wort „Blinddarmoperation“ z. B. durch „Bauchdeckenstraffung“. Das ist alles. WHOs sind normale Krankenhausbehandlungen.

Wann muss ich zum Anwalt?

Wann macht das Einschalten eines Anwalts spätestens Sinn? Ein Antrag eines meiner Mitglieder geht vor einen »Krankenkassenausschuss« – sie hat eine Ablehnung bekommen, Widerspruch eingelegt und ihr Fall soll jetzt zu diesem Ausschuss. Macht es z.B. Sinn, ihr einen Anwaltsbesuch zu empfehlen, oder ist das zu früh?

Am besten ist es, wenn die Betroffenen bereits vor der Antragstellung anwaltlichen Rat einholen. Viele Fehler passieren, weil die Betroffene ohne rechtlichen Beistand den Antrag stellt. Im Antragsverfahren selbst kann nur der Anwalt beurteilen, ob die Krankenkasse ihren Verpflichtungen aus dem Patientenrechtegesetz nachgekommen ist.

Und: Ob eine Genehmigungsfiktion eingetreten ist, das kann nur ein Volljurist prüfen. Spätestens im Widerspruchsverfahren ist anwaltlicher Rat unverzichtbar. Extrem Wichtig: Rechtsschutzversicherung (dazu ist ein Aufsatz auf meiner Homepage, der heißt: „Keine Angst vorm Rechtsanwalt“).

Schließlich: Es ist eine Illusion zu glauben, als Betroffene könnte man das alles selbst lösen. Wie reden über Vorgänge, die nicht nur medizinisch sehr schwierig sind (wenn dann noch eine Liposuktion zur WHO hinzukommt, dann wird es richtig wild), sondern auch juristisch von allerhöchster Komplexität sind. Damit ist der Rechtslaie überfordert.

 

Wartezeiten auf Beratung?

Wie sehen aktuell Ihre Wartezeiten aus, wenn eine Patientin gern Ihre Hilfe in Anspruch nehmen möchte?

Im Moment gibt es gar keine Wartezeiten. In manchen Jahren ist es im vierten Quartal, also in den Monaten Oktober, November und Dezember etwas eng.

Chirurgen lehnen Vorgehensweise ohne Kostenzusage ab
Guten Morgen Herr Werner,
 
ich brauche noch Mal Ihre Hilfe für unseren Beitrag. Ich habe versucht, Plastische Chirurgen zu finden, die eine Behandlung mit Einweisungsschein durchführen würden und eine zweite Meinung ergänzen. Leider habe ich bisher kein Glück gehabt. Da durch diese Möglichkeit extrem viele Hoffnungen geweckt werden – einige leiden wirklich sehr schlimm unter ihren Ablehnungen – wäre es so hilfreich, einen Chirurgen anzugeben, der das dann auch macht.
Und einen Facharzt, der diese Einweisung ohne Genehmigung ausstellt, aber das Problem lasse ich für den Artikel mal raus (meine Hausärztin, mein Hautarzt und meine Gynäkologin haben alle einheitlich gesagt, dass eine Einweisung mit dieser Diagnose ohne Genehmigung vorab von ihnen nicht ausgestellt würde, weil diese Art der Eingriffe beantragt werden muss).
 
Sie haben bestimmt zahlreiche Kontakte, können Sie mir eventuell ein paar oder wenigstens einen Namen empfehlen, wo eine unterstützende Äußerung zu erwarten wäre? Viele Leser warten sehr auf ihren Beitrag (ich habe den schon über Instagram ein paar Mal geteasert) und es wäre natürlich genial, wenn die Hoffnung nicht daran scheitert, dass es rechtlich möglich aber in der Realität eher unwahrscheinlich umsetzbar ist.
Nur für Mandanten und Mandantinnen leider

Liebe Frau Reihs,

 
danke für ihre Nachricht.
 
Diese informationen kann ich ihnen leider nicht geben, die sind exklusiv für meine Mandanten und Mandantinnen.
 
Mit der Ausstellung von Verordnungen gibt es in meinem Alltag nur vereinzelt Probleme…
 
Gruß,
 
tcw

Vielen herzlichen Dank an den Adipositas-Anwalt Tim C. Werner im Namen meiner Leserinnen und Followerinnen auf Social Media und hier im Blog.

Was Plastische Chirurgen sagen

Wie ihr bemerkt, bleibt es weiterhin etwas schwierig, zwischen der Rechtlage und der Realität den richtigen Weg zu finden. Eigentlich wollte ich diesen Beitrag bereits im Januar zur Serie der Unterschenkelstraffung posten, scheiterte jedoch daran, irgendeinen Chirurgen oder ein Krankenhaus zu finden, die ohne eine Kostenzusage der Krankenkasse eine Straffungsoperation durchführen wollten.

 

bauchstraffung ohne antrag

Bauchstraffung ohne Kostenzusage: Rechtlich möglich, in der Realität schwierig

 

Was die Krankenkasse sagte

Die telefonische Rückfrage bei meiner eigenen Krankenkasse ergab, dass eine Vorab Genehmigung für eine Straffungsoperation nicht mit einer Notfalloperation vergleichbar ist und Probleme bei der Abrechnung eines ungenehmigten Eingriffs zu erwarten sind. Wie diese dann “ausgefochten” werden, sei vom Fall abhängig.

In Zusammenhang OP ohne Kostenzusage hatte ich für euch bereits letztes Jahr im Sommer mit dem plastischen Chirurgen Dr. Holger Klose gesprochen im Artikel “Hautstraffung ohne Kostenzusage der Krankenkasse“.

 

bruststraffung krankenkasse beantragen

Bruststraffung oder – Wiederherstellung mit und ohne Implantate ist eins der gefragtesten Themen überhaupt.

 

Zwischen Recht & Realität

Es ist sehr schade, dass es keine eindeutige und immer gleiche Vorgehensweise für unsere Hautprobleme nach starkem Gewichtsverlust gibt. Ich weiß es ja noch von mir selbst: die ständig entzündeten Hautüberschüsse, die Schmerzen – aber auch die veränderte Körpersilhouette trotz geeigneter Bekleidung dämpfen die Erleichterung nach der Gewichtsabnahme.

Immer diese Angst vor dem Nein

Denn in uns steckt ständig diese eine Angst: Was ist, wenn die Krankenkasse meine Wiederherstellungsoperationen ablehnt und ich für den Rest meines Lebens mit diesen Beschwerden leben muss? Werde ich über Monate oder Jahre gerichtlich für mein Recht kämpfen müssen?

Und dann erst die Vergleiche mit den Befunden und Genehmigungen bzw. Ablehnungen anderer Patienten, die dank Social Media mit wenigen Klicks in großer Zahl verfügbar sind. Warum wird meine Hautstraffung abgelehnt und die von Sabine Mustermann genehmigt?

Wir stecken in Sachen Wiederherstellungsoperationen auch in 2020 immer noch irgendwo zwischen Recht und Realität fest. Für uns sind das oft Schicksale, Leben die irgendwie feststecken. Das kann nur jemand nachvollziehen, der in einem Hautanzug gelebt hat.

 

immunsystem vitamind staerken studie5

5 Wiederherstellungsoperationen liegen zwischen den Bildern. Wie ihr seht, hat sich mein gut vorbereiteter Antag mit voller Fotodokumentation gelohnt.

Fazit & Praxistipp

Mein Fazit

Aus meiner Erfahrung in unserer Online SHG und Youtube seit 2009 – im beständigen Austausch mit vielen tausenden Betroffener – aber auch aus Gesprächen mit Experten ist ein besonders extremer Befund mit ausgeprägten Hautüberschüssen und behandlungsbedürftigen medizinischen Problemen aussichtsreicher als kleinere Hautüberschüsse ohne begleitende Hautprobleme.

wie ist es mit hautlappen zu leben

Wie lebt es sich eigentlich mit Hautlappen?

 

Meine Praxistipps als Yourdietangel:

1. Schließe – rechtzeitig! – eine Rechtsschutzversicherung ab, die diesen Bereich mit abdeckt. Ganz besonders dann, wenn du geringe Hautüberschüsse erwartest (“kleine” Abnahmen wie 40-50 kg erzeugen oft gering ausgeprägte Überschüsse) oder wenn du niemals dein Normalgewicht erreichen wirst und mit einem höheren Fettanteil (oder BMI über 30) den Antrag auf Kostenzusage für die WHO einreichen willst

2. Wende dich bei kritischer Ausgangslage zur Antragstellung sofort an einen Adipositas-Anwalt – Wenn du eine Rechtsschutzversicherung hast, lohnt sich das auch bei sehr eindeutiger Lage.

3. Informiere dich auch über die Genehmigungspraxis deiner Krankenkasse. Manche Kassen haben einen extrem schlechten Ruf, andere behandeln Patienten “fairer” – manchmal sind auch bestimmte Regionen problematisch, je nach zuständigem medizinischen Dienst (Berlin zum Beispiel). Eine WHO kündigt sich lange vorher an. Denke an die Möglichkeit, deine Krankenkasse rechtzeitig vorher zu wechseln. (Focus Money bringt stets Anfang des Jahres den Krankenkassenvergleich heraus).

4. Bei extremen Befunden, nachweisbaren, dokumentierten medizinischen Problemen habe ich bisher noch nicht in der SHG erlebt, dass die wesentlichen Eingriffe wie Bauch, Po und Beine abgelehnt wurden. Frage deinen Chirurgen beim Termin für das Gutachten, ob dein Befund extrem ist. Internetvergleiche helfen dabei nicht! Laien sind nicht in der Lage, an Hand von Fotos die Schwere eines Falls zu vergleichen.

5. Bruststraffungen / Wiederherstellungen, Brustimplantate und Fettabsaugungen werden seltener genehmigt. Aber auch da ist die Genehmigungspraxis in den letzten Jahren viel besser geworden.

6. Dokumentiere von Anfang an alle Hautirritationen, Entzündungen und Haltungsschäden, ggf. wiederkehrende Entzündungen / Infektionen im Intimbereich durch mangelnde Belüftung mit Fotos und lass dich beim Facharzt behandeln. Ich habe für alle medizinischen Probleme wie Hautentzündungen, Druckgeschwüre usw. einige Monate erfolgloser “konservativer” Behandlung nachgewiesen. Bis heute bin ich davon überzeugt, dass die extremen Befunde nach 213 Kilo Gewichtsabnahme und der strukturierte Antrag beigetragen haben, dass mir die Krankenkasse alle Eingriffe genehmigt hat.

 

 

hautlappen zitate 18

Die Hoffnung nicht verlieren – Das ist besonders für die Betroffenen wichtig, die im ersten Schritt eine Ablehnung erhalten haben.

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