BMI – Was du wissen musst

Der Body Mass Index einfach erklärt

Der Body Mass Index – kurz BMI – ist ein üblicherweise zur Bewertung von krankhaftem Übergewicht genutzter Messwert. Zur Ermittlung des persönlichen Body Mass Index wird das Körpergewicht im Verhältnis zur Körperhöhe im Quadrat gerechnet. Damit wir uns hier mathematisch nicht anstrengen müssen, findest du am Ende dieser Seite einen BMI Rechner.

Ungenau – und weit verbreitet!

Die Einfachheit der Berechnung ermöglicht einen ersten Hinweis auf möglicherweise gesundheitsschädliches Bauchfett – ist jedoch sehr ungenau. Der BMI unterscheidet nicht Körperfett, Körperwasser und Muskulaturanteil. Ein guter Trainingskollege von mir beispielsweise leidet “rein rechnerisch” unter Adipositas – besitzt aber einen Körperfettanteil von 8%. Dann kennt jeder die Menschen, die formell “Normalgewichtig” sind, aber sehr “schwabbelig” aussehen. Kaum Muskulatur, wenig Fitness, reichlich überschüssiges Fett im Bauchraum.

BMI ist häufig angewandte Esotherik aus dem frühen 19. Jahrhundert

Der unauffällige BMI bedeutet, dass Erkrankungen wie Diabetes und Co. bei den “Normalgewichtigen” oft später diagnostiziert werden, weil formell auf dem Papier keine Risikofaktoren vorliegen. Es sind nicht nur “wir” mit Adipositas, die einen Nachteil durch Fixierung auf das Gewicht statt auf das “Problem” des viszeralen Bauchfetts erfahren.

Die WHO drückt sich da sehr elegant aus: (frei übersetzt) “(Der BMI) überschätzt Adiposität in einigen – und unterschätzt sie in anderen.”

Deshalb aufgepasst: Der BMI allein besitzt keine besondere Aussagekraft.

Wer den BMI für ein relativ “junges” Bewertungssystem für das Körpergewicht im Verhältnis zur Körpergröße hält, irrt sich! Der BMI findet seine Geburtsstunde 1832 durch Adolphe Quetelet, der das Berechnungsverfahren entwickelte. Damit ist der BMI älter als Eddisons erste “massentaugliche” Glühbirne für elektrisches Licht und als das Fahrrad!

Den BMI einfach berechnen

BMI
 Tabelle.

BMI Einstufung
Unter 18.5 Untergewicht
18.5 - 24.9 Normalgewicht
25 - 29.9 Übergewicht / Prä - Adipositas
30 - 34.9 Adipositas Grad I
35 - 39.9 Adipositas Grad II
40 - 49.9 Adipositas Grad III
50 und darüber Super Adipositas

Der BMI entscheidet über Adipositas

BMI
 Berechnen.

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Alternativen zum BMI

Taillenumfang.
  Waist Hip Ratio.

Messverfahren

Taillenumfang

Bei einem BMI über 25 zählt die Messung des Taillenumfangs zu den empfohlenen Zusatzmessungen. Bei Frauen gilt ein Taillenumfang über 88 Zentimetern als Adipositas, bei Männern ein Taillenumfang über 102 Zentimetern. Bauchbetontes Übergewicht gilt als das “Gefährlichere” – Viszeralfett steht in Zusammenhang mit Herz- Kreislauf – und Stoffwechselerkrankungen.

Betrachtet man die deutsche Standard Größentabelle für Bekleidung bei Damen, ist eine Größe 44 an der Grenze zur Adipositas, eine 46 kann bereits “adipös” sein. Bei Herren ist es vom Taillenmaß her die Größe 56, in der “Adipositas nach Taillenumfang” beginnt.

Waist Hip Ratio

Das Verhältnis von Hüfte zu Taille ermittelt vor allem die Fettverteilung. In der Sportmedizin wird dieser Wert auch als Bauch – Hüftverhältnis bezeichnet und zur Klassifizierung von Adipositas verwendet.

Ein

Taillenumfang

Frauen Männer
Normal unter 88 Zentimtern unter 102 Zentimetern
Bauchbetonte Adipositas über 88 Zentimetern über 102 Zentimetern

Bauch-Hüft Verhältnis

Frauen Männer
Normalgewicht unter 0,8 unter 0,9
Übergewicht 0,8 - 0,84 0,9 - 0,99
Adipositas über 0,84 über 0,99

BMI richtig verstehen

Adipös –
  Und nun?

Begleiterkrankungen & Behandlungsmöglichkeiten

“Iss weniger, beweg dich mehr!”

Außerhalb wissenschaftlicher Kreise ist Adipositas überhaupt nicht rätselhaft. Der »Normalo« zelebriert seine Idee von Kalorienbilanzen, Völlerei und Trägheit. Leichtfertig schiebt er die »Schuld« für das Übergewicht dem Betroffenen zu.
»Iss weniger, mach mehr Sport!« Und »Selbst schuld!«, definieren Adipositas und besiegeln oft das Schicksal von uns Dicken.

Das Gesetz der Thermodynamik widerlegt finales »Argument« gegen Adipositas als Krankheit.

Die »Intellektuellen« zitieren das Gesetz der Thermodynamik und beenden mit ihrer beschränkten Interpretation dieses zutreffenden! Naturgesetzes jede Suche nach dem Monster, das sich in den Schatten versteckt.
Adipositas wird zum »Stigma«, zu einer Persönlichkeitsschwäche, einer individuellen Entscheidung. Sie verkörpert die Faulheit und Verfressenheit einer Zivilisation und rechtfertigt kontinuierliches Mobbing und Ausschluss aus der Gesellschaft.

»Selbst gewähltes Leid!«, ist einer der häufigsten Kommentare zu einem meiner Posts auf Instagram zum Thema Adipositas.
Die Negativbeiträge auf Youtube erzeugen ein ähnliches Bild der gesellschaftlichen Wahrnehmung von starkem Übergewicht. Nicht zuletzt Boulevard Volksunterhaltung wie Biggest Loser oder Mein Leben mit 300 Kilo stützen diese Annahme mit ihrem Irrsinn.

Auf einen Blick

Adipositas.
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