Bauch

Straffung

Bauchdeckenstraffung nach 200 Kilo Abnahme

„Das dauert ja ewig, bis du deine Hautüberschüsse operiert hast, wenn du das alles einzeln machen lässt!“
„Warum machst du nicht mehrere Operationen zusammen?“
 
So oder so ähnlich purzeln die Fragen zu meinen Wiederherstellungsoperationen nach 200 Kilo Abnahme täglich in meine digitalen Postfächer. Die Fragestellung ist absolut nachvollziehbar. Insgesamt sieben Operationen stehen mir bevor. Bei jeweils gutem Heilungsverlauf können wir nach Gutachten im 6 – 8 Wochen Rhythmus operieren und sind dann bei etwa 14 Monaten, ohne eventuell längere Erholungsphasen oder Phasen für mein Krafttraining zum Erhalt meiner Muskelmasse zu berücksichtigen.
 

Im Fernsehen straffen die auch immer mehrere Körperteile

 
Im Fernsehen werden oft kombinierte Eingriffe gezeigt und vermitteln den Eindruck, dass diese Vorgehensweise optimal und alltäglich ist.
 
Tatsächlich ist es so, dass die Krankenkasse Einzelschrittoperationen auf Grund der niedrigeren Komplikationsrate eher genehmigt. Die Erholung von einem einzelnen Eingriff ist nicht so kräftezehrend und die Mobilität kann zügiger wieder hergestellt werden. 
 

OP`s in Kombination: Eine Lösung für Selbstzahler

 
Kombinierte Operationen kommen häufiger bei teilweiser Selbstzahlung vor, beispielsweise die Bauchdeckenstraffung als Krankenkassenleistung mit der Bruststraffung als Eigenleistung in Kombination sparen dem Patienten die Kosten für eine seperate Anästhesie, Krankenhausaufenthalt und Co. Der Arzt bewertet vorher, was für den jeweiligen Patienten sicher kombiniert werden kann und ab wann das Risiko zu hoch ist.
 
 

Laien unterschätzen die Wundfläche

Bitte alles
  auf ein Mal?!

Bilder sagen mehr

Ein Bild.
 Mehr als 1000 Worte.

Zeigen statt reden

 
Ich finde, man kann zu diesem Thema unheimlich viel reden und schreiben – die echten Bilder aus der Operation meiner Bauchdeckenstraffung enthüllen auf einen Blick, warum die Einzeleingriffe aus gesundheitlicher Sicht Sinn machen – und warum auch für Selbstzahler nur eine begrenzte Anzahl an Körperarealen in einer einzigen Operationen gestrafft werden können.
 

Wundfläche der Bauchdeckenstraffung

 
Wir als Laien unterschätzen die Wundfläche sehr häufig und nehmen nur die „Narben“  als Wunde wahr. Grundsätzlich ist das absolut verständlich, denn dort kleben die Pflaster und sind die sichtbaren Spuren der Verwandlung am deutlichsten wahrnehmbar. Ich habe das selbst auch erst wirklich verstanden, als ich die Bilder aus meiner Operation gesehen habe und deshalb möchte ich die heute mit euch teilen. Wie heißt es so schön: Bilder sagen mehr als Worte.
 
Achtung, nichts für sehr empfindliche Pflänzchen
 
Die Operationsbilder enthüllen die eigentliche Wundfläche, die vom Schambereich bis hoch zur Brust reicht. Im Slider unter diesem Text kannst du dir die Bilder zuerst in schwarz-weiß anzeigen und danach in Farbe. Für die bessere „Verdaulichkeit“ der Original OP Bilder von Dr. Klose habe ich sie sanft nachbearbeitet, damit hier niemand traumatisiert wird. Im Zweifel verzichte bitte auf das Durchklicken zu den Bildern, in der Voransicht dieses Artikels habe ich sie mit Absicht nicht eingebunden, damit niemand „aus versehen“ darauf stößt.
Eingebunden sind die Bilder als “Slider” – klick dich mit Hilfe der Pfeile durch. (Auf dem PC rechts neben diesem Text, auf dem Smartphone unter diesem Text)
 
Die Originalfotos hat mir mein Plastischer Chirurg Dr. Klose freundlicherweise zur Verfügung gestellt.
 

Original OP Fotos

In diesem Modul kannst du Fotos aus der Bauchdeckenstraffung während der Operation ansehen. Alle Bilder habe ich leicht bearbeitet, um sie für Laien besser “verdaulich” zu machen. Wenn du extrem empfindlich bist, möchtest du eventuell auf das Ansehen des Materials verzichten. 

Bitte in Farbe?

Auf den leicht bearbeiteten Farbbildern kannst du die große Wundfläche und den noch vorhandenen Hautüberschuss deutlicher erkennen. Im Vergleich zu den Schwarz-Weiß Bildern sind die Bilder schwerer verdaulich, falls du auf OP Szenen empfindlich reagierst.

Was wurde bearbeitet?

Für die Nerds unter den Lesern: Auf den Bildern habe ich die Koagulationspunkte farblich kaschiert und die Sättigung etwas gesenkt. Dadurch sind die Bilder etwas weniger “rot” und die Wundfläche bekam eine einheitlichere Farbe. Für den Zweck dieses Artikels sind die Bilder auch ohne diese Details sehr aussagekräftig und für eine breitere Zielgruppe “genießbar”.

Fazit

 
Mein persönliches Fazit zu den Bildern:
 
Die Großflächigkeit der Wunde nach einer Bauchdeckenstraffung beantwortet mehr als nur die Frage, warum ich nicht X Operationen auf ein Mal bekomme und weshalb die Krankenkasse Einzelschritte bevorzugt. Es beantwortet auch die oft ungestellte Frage, warum die Regeneration nach einer solch umfangreichen Operation extrem wichtig ist. Dazu gehört es, sich genau an die Anweisungen des Arztes zu halten und die besonderen Bedürfnisse der Ernährung zu beachten, die aus dieser Verletzung entstehen.
 
 

Sicherheit ist wichtiger als Geschwindigkeit

Ernährung nach OP

Dieser Beitrag beschäftigt sich nicht mit dem Aspekt Clininal Nutrition – deshalb reiße ich nur kurz den wichtigsten an. Für die Wundheilung steigt der Eiweißbedarf um bis zu 250%.
Eine zögerliche Wundheilung und längere Zeit, um auf die Beine zu kommen, können die Folge von unzureichender Eiweißversorgung sein. Auf Facebook erzählen sich die Pseudo-Experten: „Du hast erst Mal wichtige Dinge zu tun, als auf dein Eiweiß zu kommen“ – für eine optimale Erholung nach der Operation ohne acht Wochen lang „Schongang“ und „Sportverzicht“ gibt es keinen Weg um das Eiweiß herum. Neues Gewebe muss gebaut werden und das ist “teuer”, die Bausteine sollten idealerweise aus dem Essen geliefert werden.
 
Die „Kosten“ eines Proteinmangels in der Wundheilungsphase sind mir persönlich zumindest zu hoch, denn wo Eiweiß für notwendige Reparatur fehlt, wird es von den hart erarbeiteten Muskeln genommen. 
 

Willst du mehr wissen?

 
In einem einzelnen Artikel schreibe ich gern ein wenig mehr über die aktuellen Erkenntnisse zum Thema Wundheilung & Ernährung – das Thema ist sehr interessant und gleichzeitig unheimlich schwierig zu bearbeiten, weil weitere Faktoren wie Rauchen, ein evtl. erhöhter Blutzuckerspiegel, dauerhaft erhöhter Insulinspiegel oder Cortisolspiegel und viele andere Faktoren ebenfalls auf die Heilung Einfluss haben. Möchtet ihr einen Beitrag dazu? Dann markiert mich auf Instagram in einem Beitrag mit @magenbypassfreiburg und erzählt mir, warum ihr euch für das Thema interessiert.
 
Bei genügend Rückmeldungen nehme ich mir gern die Zeit, mit euch gemeinsam etwas tiefer in das Thema einzutauchen.