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obst nach magenbypass verboten

Eine leckere Portion Obst ist ein vitaminreicher Snack und Mal okay – aber Gemüse liefert mehr Nährstoffe und weniger Zucker.

Obst und Gemüse werden meist beide im “Verbund” genannt, was den Eindruck entstehen lässt, es handle sich um die gleiche Nahrungsmittel Kategorie und man könne Obst mit Gemüse und auch Gemüse mit Obst austauschen. Ich möchte das heute kurz ansprechen, weil ich folgende Frage erhalten habe: “Ich mag kein Gemüse. Kann ich stattdessen die Portionen nach Bailor als zuckerarmes Obst essen?” Miriam – die Frau mit der Frage, führte weiter aus, dass Obst und Gemüse stets zusammen genannt werden und deshalb doch miteinander ausgetauscht werden können.

Jonathan Bailor empfiehlt in “The Calorie Myth” täglich 10-12 Portionen stärkefreies Gemüse zu verzehren. Die Antwort auf die Frage ergibt sich aus Bailors weiterer Empfehlung: maximal 1-2 Portionen fruktosearmes Obst am Tag. Bailor unterscheidet also genau wie ich Obst und Gemüse voneinander.

Der Grund ist logisch: stärkearmes Gemüse hat eine sehr hohe Dichte an Vitaminen und Mineralstoffen sowie Ballaststoffen pro Kalorie. Obst hat pro Kalorie gerechnet eine deutlich geringere Nährstoffdichte, bedingt durch den höheren Zuckergehalt. Das macht Obst nicht per se schlecht – es hat einfach nur mehr Zucker pro mg Vitamine/Mineralstoffe und ist somit nicht einfach austauschbar.

Wir errechnen das mal für Vitamin C und mit den 10 Portionen, die Bailor empfiehlt. 1 Portion sind 100g , das entspricht auch etwa dem, was wir in eine Hand nehmen können , so wie es bei Bailor als Portion definiert wird. Die Nährwerte entnehme ich der FDDB.

1 kg Orangen

Kalorien: 430
Zucker: 82g
Ballaststoffe: 16g
Vitamin C: 450 mg
Magnesium: 120mg
Vitamin C/Magnesium pro 1 Kalorie: 1,04mg Vitamin C, 0,27mg Magnesium

1 kg Brokkoli

Kalorien: 260
Zucker: 26g
Ballaststoffe: 30g
Vitamin C: 950 mg
Magnesium: 180 mg
Vitamin C/Magnesium pro 1 Kalorie: 3,65 mg Vitamin C, 0,7mg Magnesium

Obst ist nicht gleich Gemüse

Während beispielsweise Orangen für ihren hohen Vitamin C Gehalt immer wieder in aller Munde sind, können sie sich gegen Brokkoli pro Kalorie warm anziehen – Brokkoli hat pro Kalorie drei mal so viel Vitamin C und mehr als doppelt so viel Magnesium, dabei weniger als halb so viel Zucker und knapp doppelt so viele Ballaststoffe. Das kannst Du mit allen Gemüsen / Obstvergleichen machen, wir gucken uns noch weitere Beispiele an von Gemüse und Obst im Vergleich. Die FDDB Seiten sind jeweils hinter dem Gemüse verlinkt, so dass Du auch für andere Nährstoffe vergleichen kannst und immer wieder wird deutlich: pro Kalorie enthält Gemüse mehr Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe als Obst.

Rote Paprika 1 kg

Kalorien: 350
Zucker: 42g
Ballaststoffe: 36g
Vitamin C: 1270mg
Magnesium: 120mg
Vitamin C/Magnesium pro Kalorie: 3,62 mg Vitamin C, 0,34mg Magnesium

Apfel 1kg (Pink Lady, aktuell beliebteste Sorte)

Kalorien: 620
Zucker: 138g
Ballaststoffe: 24g
Vitamin C: 120mg
Magnesium: 50mg
Vitamin C/Magnesium pro Kalorie: 0,19mg Vitamin C, 0,08mg Magnesium

Spinat, 1 kg

Kalorien: 190
Zucker: 5g
Ballaststoffe: 18g
Vitamin C: 510 mg
Magnesium: 620 mg
Vitamin C/Magnesium pro Kalorie: 2,68 mg Vitamin C, 3,26 mg Magnesium

Erdbeeren 1kg

Kalorien: 350
Zucker: 55g
Ballaststoffe: 16g
Vitamin C: 570mg
Magnesium: 130mg
Vitamin C/Magnesium pro Kalorie: 1,62 mg Vitamin C, 0,37 mg Magnesium

Iss weniger Obst und mehr Gemüse

Obst ist keineswegs ein “schlechtes” oder “ungesundes” Produkt, weil Gemüse nährstofftechnisch die Nase vorn hat. Es ist allerdings doch sehr wichtig, Obst von Gemüse zu unterscheiden. Obst ist eine Süßigkeit aus der Natur – und sollte wie jede andere Art von Süßigkeit nicht unlimitiert gefuttert werden. Jonathan Bailors Empfehlung zu maximal 2 Portionen Obst am Tag, möglichst direkt vor oder nach dem Sport, macht also durchaus Sinn und seine Empfehlung zu 10-12 Portionen stärkefreiem Gemüse kann nicht durch Obst ausgetauscht werden. Wer kein Gemüse mag, sollte verschiedene Zubereitungsmethoden ausprobieren – oder auch grüne Smoothies erwägen. Mit grünen Smoothies schaffe ich es endlich, auf meine 10-12 Portionen zu kommen, wovon ja mindestens die Hälfte aus grünem Blattgemüse bestehen sollte.

Obst kann als Leckerchen auf dem Plan stehen, ist jedoch weder lebenswichtig noch unverzichtbar. Wer generell eine kohlenhydratreiche Ernährung vertragen kann, ist gut damit beraten, Weißmehlprodukte und Süßkram durch Obst zu ersetzen, weil es natürlich ist und kein Industrie-Kunst-Produkt. Für Sportler ist Obst ideal, um vor und nach dem Training zügig die Speicher wieder aufzufüllen, besonders gut funktioniert das mit Smoothies. Für eine Ernährung mit Blick auf einen niedrigen Blutzuckerspiegel ist viel Obst nicht zu empfehlen und die etwa 2 Portionen am Tag sollten das Maximum darstellen. Der individuelle Faktor ist hier wichtig: wenn Du den Zucker vertragen kannst, der mit dem Obst kommt, kannst Du mehr davon essen. Stark übergewichtigen Menschen empfehle ich jedoch immer, die Obstmenge gering zu halten, bis das Wunschgewicht erreicht ist.

Gemüse hingegen ist täglich in reichlichen Portionen das Lebensmittel, auf das keineswegs verzichtet werden sollte. Verschiedene Zubereitungsmethoden und die riesige Sortenvielfalt ermöglicht es, dass jeder “sein” Gemüse findet. Auch Ketarier haben mit reichlichen Gemüsemengen täglich keine Probleme, wenn viel Blattgemüse wie Kohl, Spinat, Rucola, Eisberg, Gurke, Zuccini verzehrt wird und Sorten mit moderaten Kohlenhydratgehalten wie Brokkoli, Rosenkohl, Blumenkohl und das dann ergänzt mit kleineren Mengen buntem Gemüse. Die Blutzuckeraktivität von Gemüse ist auch in großen Portionen gering auf Grund der vielen Ballaststoffe. Deshalb sag ich es auch ein Mal mehr: unsere Ernährung besteht vom reinen Volumen her zu etwa 80% aus Gemüse.

Quellen/Leseempfehlungen

Calorie Myth (Jonathan Bailor)
Good Calories, Bad Calories (Gary Taubes)

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