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Kaffee nach Magenbypass und Schlauchmagen

Der Tag, an dem meine Kaffeemaschine starb.

Wenn ich gewusst hätte, wie der heutige Tag startet, wäre ich sicher nicht um fünf Uhr morgens aufgestanden.

Mit verschlafenem Blick schlürfe ich routiniert zur Kaffeemaschine, befülle den Kaffeefilter mit frisch gemahlenem Kaffeepulver. Allein der Geruch verspricht einen guten Start in den Tag.

Mein Enthusiasmus endet einen Knopfdruck später.

Die Kaffeemaschine geht nicht an! Es geschieht einfach nichts, kein Licht, kein wohliges Gluckern. Das Ding bleibt still und starrt mich emotionslos an.

Ich starre hysterisch zurück!

Ohne Kaffee finde ich vermutlich nicht mal die Schuhe und führe statt der Hunde am Ende meinen Mann Gassi.

An diesem Tag verabschiedet sich die Kaffeemaschine aus Studententagen. Ich winke ihr nicht hinterher, als sie in hohem Bogen in die Sperrmüllkiste wandert. Dass der Abschied für immer sein wird, ahne ich da noch nicht.

Die Lebensrettung naht in Form eines antiquierten Gegenstands, mit dem wir in den frühen 1990ern Espresso kochten: einen Espressokocher. In meinem Fall ist der aus matt gewordenem Aluminium und sieht nicht unbedingt nach einem schnellen Kaffeegenuss aus.

Total uncool, un-digital und unpraktisch, oder?

Mich erinnert die alte Kanne an meine Jugendzeiten, wo Mama mit der Nachbarin den Espresso für sich entdeckt hatte. Wir Kinder durften nur probieren. Damals tranken viele Leute den »exotischen« Kaffee mit Schlagsahne und Zucker. Er gehörte nicht wie heute zum Standard, sondern versprühte den Flair der High Society.

Ich kämpfe kurz mit der uralten Mechanik und muss im Internet nachschauen, wie ich damit überhaupt Espresso herstelle.

Das ist dieser Moment, in dem du deinen Gedanken nachhängst und nicht ahnst, was jeden Augenblick passieren wird.
Es ist wie im Film. Die Atmosphäre sprüht Funken, das Licht zeichnet die Küche weich und betont nur den Glanz in deinen Augen. Der heiße Dampf steigt aus dem Espressokocher auf und zischt leise.
Aus den Lautsprechern ertönt »At last, My love has come along …«, pure Romantik, weil du dich gleich verlieben wirst.

Alle außer dir wissen es bereits.

Ja, wird reden noch immer über Kaffee.
Dann, endlich, ist es soweit.

Der erste Lippenkontakt und es macht Klick! Der Schlüssel landet im Schloß und das Happy End naht.

Schön soweit, zurück in meine Küche und zu meiner Liebesaffaire mit dem Espresso.

Etwa zehn Minuten nach dem Entdecken des antiken Espressokochers  halte ich ein Käffchen in der Hand, das mich vollkommen glücklich macht.

Ich bin verliebt!

Der handgebrühte Bohnenkaffee schmeckt unerwartet lecker.
Das Aroma der Kaffeebohnen erinnert leicht nach Schokolade und Haselnuss. Wir kaufen immer 100% Arabica Espressobohnen – aber so habe ich die nie zubereitet.

Das Getränk rollt weich über die Zunge und hinterlässt nicht die Spur eines säuerlichen Nachgeschmacks. Genial!

Wie gesagt: »At last, my love has come along …«

Neugierig frage ich im Büro die Suchmaschine, warum der Espresso viel besser schmeckt und dabei weder bitter oder betont sauer daher kommt.

Espresso ist wie Kaffee, nur geiler!

Ich lerne, dass der kurze Kontakt der gemahlenen Bohnen mit dem Wasser nur die Aromastoffe aus dem Kaffeesatz lösen und die unerwünschten Bitterstoffe, ein Zuviel an Säure bleiben einfach im Prütt und landen nicht in der Tasse.

Endlich! Jetzt verrate ich, warum ich über das Thema Kaffeetrinken mit Magenoperation überhaupt spreche.

Espresso als Alternative zu Filterkaffee nach Magenverkleinerung

Nach Magenbypass, Schlauchmagen und Co. ist Kaffee durchaus erlaubt, wenn er keine Beschwerden auslöst. Dieser Beitrag ist für all jene, die ohne ihren geliebten Kaffeeschock nicht leben können, aber Magenschmerzen vom Filterkaffee kriegen.

Unter Umständen ist die Anschaffung einer preiswerten Espresso Kanne eine sinnvolle Alternative.

Natürlich gehen auch Vollautomaten oder elektrische Espressokocher, wem es die Investition wert ist.
Mir persönlich erscheint ein Hightech Kaffeekocher für diese einfache Aufgabe unnötig.
Das Aufbrühen per Hand dauert in verschlafenem Zustand mit dem Mahlen der Bohnen zwei Minuten und noch einige Minuten Wartezeit. Ich empfehle eine spülmaschinentaugliche Espressokanne aus Edelstahl.

Die Alu-Variante aus den 90ern hat die Reise in der Spülmaschine nicht überlebt. Wer gern von Hand abwäscht, kann sich auch für die traditionelle Version entscheiden.

Für Pad- und Kapselmaschinen gibt es Espressoeinsätze – das ist auch einen Versuch wert. Seit ich selbst brühe, gönne ich mir aus meiner Padmaschine nur noch im Notfall Kaffee, wenn die Espressobohnen alle sind. Das »normale« Zeug schmeckt mir nicht mehr.

Die kurze Brühzeit gewährleistet vermutlich auch einen magenmilden Kaffee! Einfach mal ausprobieren, wenn so ein Ding bei dir zuhause bereits steht. Es geht wie bei allen Aspekten im Leben nach OP nicht um starre Regeln, du musst selbst austesten, was für dich am besten funktioniert.

Erlaubt ist, was schmeckt und nicht weh tut.

Hat Espresso nicht extrem viel Koffein?

Berühmt für seinen vermeintlich hohen Koffeingehalt ist Espresso für viele Leute Sinnbild von extra starkem Kaffee. Das Geheimnis liegt in der Menge. Eine Tasse mit 200 ml durchschnittlichem Filterkaffee liefern zwischen 80 und 120 mg Koffein. Im Vergleich stecken in einem Espresso nur 40 mg Koffein. Auch magenreizende Substanzen wie Kaffeeöl werden durch die kleine Portionsgröße in geringerem Maße aufgenommen.

Die Menge macht hier den Unterschied. Selbst ein doppelter Espresso – typisch für das Proteinkaffee »Latte Macciato« Rezept – schlägt nicht mit mehr Umdrehungen zu buche, wie ein stinknormaler Becher Filterkaffee.

Die Sache mit den säurearmen Bohnen

Auf die Verträglichkeit nach einer Magenverkleinerung bezogen erscheint ein Kaffee aus 100% Arabica Espresso Bohnen die beste Wahl zu sein. Der Wechsel auf säurearme Kaffeebohnen lösen das Problem bei Sodbrennen durch Kaffeegenuss nämlich meistens nicht!

Was viele nicht wissen: Für die magenreizende Wirkung von Kaffee ist nicht die Säure der Bohnen verantwortlich. Vielmehr entscheidet der Gehalt an Kaffeeöl darüber, ob wir eine Kaffeesorte vertragen. Das Kaffeeöl regt den Magen zur Säurebildung an – das kann zu Sodbrennen und Magenschmerzen führen.

Lange Zeit vermuteten Ernährungsexperten, dass der Vorgang des Entkoffeinierens die Menge des Kaffeeöls verringert. Deshalb wird in einigen Quellen für die Ernährung nach einem bariatrischen Eingriff zu koffeinfreiem Kaffee geraten.

Tatsächlich weist ein sortenreiner Arabica Espresso aus schonender Röstung wesentlich geringere Anteile an Kaffeeöl im Vergleich zu entkoffeiniertem Kaffee auf. Der Verzicht auf den Fettverbrennungs-Booster Koffein ist also nicht nötig, solange durch Kaffeegenuss kein Herzrasen, Kopfweh oder Schlafstörungen auftreten.

 

(1) Magenfreundlicher Kaffee Bericht (ist auch ein Kaffeeanbieter)

Espressokocher & Zubehör

Diese Kanne benutzen wir. Der Inhalt reicht für 4 Proteinkaffees – soviel brauchen wir mit 2 Personen am Tag.

Vorteile

  • Edelstahl
  • Spülmaschinentauglich
  • Robust
  • Preiswert

Nachteile

  • Bisher keine aufgefallen
  • Wir nutzen diese Variante seit einem Jahr

Auf meiner Wunschliste

Vorteile

  • Geile Optik
  • Hoch bewertet
  • Edelstahl
  • Spülmaschinenfest

Nachteile

  • Höherer Preis
  • Ich hab schon eine 🙂 Da kann diese Maschine aber nix zu.

Schaut mal, sowas meine ich. Habe ich aber noch nicht ausprobiert. Kennt das einer?