Beim Magenbypass (und BPD) wird der Zwölffingerdarm und der obere Teil des Dünndarms bzw. der größte Teil des Dünndarms (BPD) umgangen. Der Darm besitzt hormonbildende Zellen, die mit spezifischen “Hormonen” steuern, was mit dem Essen geschieht, das du gegessen hast. Die Foregut Hypothese erklärt die starke und nachhaltige Wirkung einer Magenoperation auf Stoffwechselerkrankungen (Diabetes Typ 2), aber auch die Veränderung der Nahrungsmittelpräferenzen durch die veränderte Hormonreaktion durch das Umgehen des “foregut” (Vorderdarms).

Es gibt verschiedene Hypothesen, warum eine Magenoperation schneller, nachhaltiger und mit deutlicheren Verbesserungen der Begleiterkrankungen Adipositas behandelt. Der verkleinerte Magen und die einige Monate deutliche Reduktion der Kalorien reicht nicht aus, um den kurz- und langfristige Überlegenheit der OP´s besser zu verstehen und weitere Therapiemöglichkeiten für Betroffene zu entwickeln. Beispielsweise bildet die Foregut Hypothese die wissenschaftliche Grundlage zur Erforschung und Weiterentwicklung einerseits medikamentöser Therapien, z.B. Liraglutid (GLP 1- Antagonist) oder die Erforschung einer Kombination von GLP-1 mit GIP und Glucagon (aktuell noch nicht am Menschen) – oder minimal invasiver Alternativen zur Diabetesbehandlung wie das Endobarrier System.

Im Gegensatz zur Foregut Hypothese steht die Hindgut Hypothese. (HIER)

Was du wissen musst:

Der Darm spielt eine wichtige Rolle in der Steuerung unserer Essgewohnheiten und ist aktiv an der Regulation unserer langfristigen Energiereserven und – Bilanz (Fettgewebe und Zellen – ebenfalls endokrine Gewebe mit ) und unserer kurzfristigen Energiebilanz (Was wir essen, wie viel, wann die Mahlzeit endet, wann wir wieder essen und was mit den Nährstoffen passiert, die wir zu uns nehmen) beteiligt.

« Back to Glossary Index