Unter Insulinresistenz versteht man die unzureichende Reaktion der “Zielgewebe” im menschlichen Körper auf das Speicherhormon Insulin. Insulin wirkt  zum Beispiel auf das Fettgewebe, die Leber, die Bauchspeicheldrüse, die Muskulatur, das Gehirn.

Adipositas kann dauerhaft erhöhte Insulinspiegel bedeuten und eine “Resistenz” der verschiedenen Gewebe auf das Hormon zur Folge haben.

Ein dauerhaft erhöhter Insulinspiegel kann Abnehmen schwierig oder unmöglich machen und dafür sorgen, dass mehr Energie aus dem Essen auf den Hüften / dem Bauch landet, als die Energie der Mahlzeiten erklären kann. Die Resistenzen können auch nur einzelne Gewebe betreffen, zum Beispiel im Fall von PCOS (Polyzystisches Ovarien Syndrom) sollen die Eierstöcke das Signal von Insulin nicht “hören”. Oder die Leber überhört das Signal von Insulin und produziert aus Eiweiß (Aminosäuren) weiterhin Zucker, was der Grund für erhöhte Blutzuckerwerte trotz unauffälliger Ernährung sein kann. (Typ 2 Diabetes). Insulinresistenz am Gehirn wurde mit der Entstehung von Alzheimer in Verbindung gebracht.

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